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Kurhotel Fürstenhof, Eisenach, Mai 15

Das ehemalige Kurhotel Fürstenhof ist ein Hotelkomplex im Südviertel der Stadt Eisenach in Thüringen. Der seit Mitte der 1990er Jahre leerstehende Bau befindet sich in ruinösem Zustand und ist zumindest teilweise vom Abriss bedroht. Genau das richtige um mich mal an das Thema „Lost Places“ heranzuwagen.

Zur Geschichte:
1854 wurde am Standort ein Sommerhaus der Familie Bornemann, Besitzer der Eisenacher Aktienziegelei, errichtet und später zur Villa ausgebaut. Die Villa Bornemann wurde 1902 nach einem Entwurf der Architekten Georg Unruh und Lorenz Freitag umgebaut und erweitert und in dem Gebäude am 15. Mai 1902 das Kurhaus Hotel Fürstenhof eröffnet, zu einer Zeit als die Stadt Eisenach bestrebt war, eine Kurstadt zu werden. 1903 wurde an der Waisenstraße den Hang aufnehmend eine Kurhausterrasse mit Garagen im Erdgeschoss und einem weiteren Grottensaal im Zwischengeschoss errichtet. Aus dem Kurhaus entstand nach Aufgabe der Kurstadtpläne durch weitere An- und Umbauten das Hotel Fürstenhof, das durch den schrittweisen Ausbau ein eklektizistisches Erscheinungsbild erhielt. Markant waren mehrere Zwiebeltürme auf dem Gebäude, die heute größtenteils nicht mehr erhalten sind. Auf den Grundmauern der Kurhausterrasse wurde in den 1920er Jahren ein Casino errichtet.

1928 kam es zu einem Brand in dem Gebäude, das den Ballsaal und damit den Mittelpunkt des Gebäudekomplexes vernichtete. Danach wurde es 1930 nach einem Entwurf von Curt Mergenbaum, Willy Krüger und Hermann Fischer-Barnicol im Auftrag der Stadt Eisenach in vereinfachter Form wiederaufgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Hotel in Hotel Stadt Eisenach umbenannt; seinen ursprünglichen Namen erhielt es erst 1991 zurück. [Quelle: Wikipedia]

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